Buchungssatz: Buchen von passiven Rechnungsabgrenzungen

Was ist ein passives Rechnungsabgrenzungsposten und wie lautet die dazugehörige Buchung?
Das Handelsgesetzbuch in § 252 Abs. 1 Nr. 5 HGB schreibt vor, dass Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluß zu berücksichtigen sind. Folglich müssen aller Erträge und Aufwendungen  periodengerecht gebucht werden. Dabei ist zwischen dem aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungsposten zu unterscheiden.

Auf der Passivseite der Bilanz sind als Rechnungsabgrenzungsposten Einnahmen gem. § 250 Abs. 2 HGB vor dem Abschlußstichtag auszuweisen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Praxisbeispiel

Der Vermieter X bekommt von seinem Mieter Y eine monatliche Miete i.H.v. 500 EUR. Der Mieter Y plant im Dezember einen 2-monatgen Urlaub auf den Malediven. Aus diesem Grund überweist er die Miete für Januar 2014 bereits im Dezember 2013 zusammen mit der Dezember-Miete.

Der Vermieter X darf ausschließlich die Dezember-Miete als Ertrag in 2013 verbuchen. Für die erhaltene Miete für Januar 2014 hat er einen passiven Rechnunsgabgrenzungsposten (pRAP) im Jahresabschluss 2013 zu bilden. Im Januar 2014 wird der pRAP erfolgswirksam aufgelöst.

Buchung in 2013 beim Vermieter X:

Forderung aLuL         1.000 EUR     an        Mietertrag 500 EUR

                                                                          pRAP        500 EUR

Buchung 2014 beim Vermieter X:

pRAP                         500 EUR        an        Mietertrag 500 EUR