Skonto berechnen / Beispiel mit Buchungssatz

Sollte das Unternehmen Skonto in Anspruch nehmen, oder das volle Zahlungsziel ausnutzen?

Viele Lieferanten gewähren dem Kunden einen Preisnachlass, auch Skonto genannt, damit diese den ausstehenden Rechnungsbetrag schnell bezahlen. Für die Unternehmen stellt sich die Frage, ob sich das Ziehen des Skontos lohnt.

Für den Lieferanten bietet Skonto den Vorteil, dass der Leistungsnehmer den fälligen Rechnungsbetrag nach Möglichkeit zeitnah bezahlt. Hierdurch wird beim Lieferanten die Aufrechterhaltung der Liquidität, erzielt. Des Weiteren kann der Lieferant auf Mahnungen und die damit zusammenhängenden Kosten, verzichten.

Wie viel Skonto das abgezogen werden?

Die Vereinbarung eines Skontos ist individuell, deshalb kann der Rechnungsaussteller sowohl das Zahlungsziel, als auch den Skontoprozentsatz selbst festlegen. In den meisten Fällen beträgt der Skontobetrag zwischen 1 und 2 Prozent. Das Zahlungsziel für das Skonto liegt zwischen einer und zwei Wochen.  Auf der Rechnung würde eine mögliche Skontovereinbarung wie folgt lauten: „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen bei 2% Skonto oder 30 Tage netto“.
Dies bedeutet nichts weiteres, als die Tatsache, dass innerhalb von 14 Tagen nach dem Rechnungsdatum der Leistungsempfänger bei Zahlung vom Bruttorechnungspreis 2 Prozent weniger bezahlen kann.

Wird durch das Skonto auch der Umsatzsteuerbetrag verringert?

Die meisten Rechnungen bei Leistungserbringung innerhalb Deutschlands werden mit Umsatzsteuer ausgestellt. Jetzt stellt sich die Frage, ob das Skonto die auch den Umsatzsteuerbetrag mindert. Und wenn dies der Fall ist, ob dies im Monat des Rechnungszugangs, oder im Monat der Zahlung erfolgt.
Der Skontobetrag vermindert den Bruttobetrag. Dadurch wird auch der Mehrwertsteuerbetrag um den Skontoprozentsatz gemindert.

Skonto-Buchung mit Umsatzsteuer

Im unseren Beispiel bezieht Unternehmen X vom Lieferanten Y Bürowaren im Wert von 100 EUR, zzgl. 19 EUR Umsatzsteuer. Die Rechnung ist auf den 25 März 2017 datiert. Unternehmen X erhält die Waren auch am 25 März 2017. Auf der Eingangsrechnung steht: „Zahlbar innerhalb von 14 Tagen bei 2% Skonto oder 30 Tage netto“. Die Buchung beim Rechnungseingang lautet lautet:

Bürobedarf        100         an           Verbindlichkeit ggü. Lieferant Y                 119
Vorsteuer             19

Das Unternehmen X will den Skontobetrag in Anspruch nehmen und bezahlt die Rechnung am 3. April 2017. Die dazugehörige Buchung lautet:

Verbindlichkeit ggü. Lieferant Y 119        an           Bank                      116,62
an           Erhalte Skonti         2,00
an           Vorsteuer                0,38

In dem oberen Beispiel wird im März durch die Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung der volle Vorsteuerbetrag in Höhe von 19 EUR vom Finanzamt erstattet. Der Vorsteuererstattungsbetrag aus dem Monat April wird dagegen beim Unternehmen X um 0.38 EUR gemindert.

Formel für die Berechnung von Skontobetrages

Skontobetrag = Rechnungspreis * (Skontosatz in Prozent / 100 %)

Formel für die Berechnung des Zahlungsbetrages

Zahlungsbetrag = Rechnungspreis – Skontobetrag