Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) einfach erklärt

Bilanz und Gewinn-und Verlustrechnung (GuV) einfach erklärt

Die Gewinn- und Verlustrechnung (abgekürzt GuV) bildet neben der Bilanz einen Kernbestandteil des Jahresabschlusses. Eine Gliederung der GuV nach dem deutschen HGB ist in § 275 HGB geregelt.

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Eine Gewinn- und Verlustrechnung bildet die Erträge und Aufwendung des Unternehmens innerhalb einer bestimmten Periode ab. Kapitalgesellschaften sind verpflichtet eine jährliche Gewinn- und Verlustrechnung anzufertigen. Börsennotierte Kapitalgesellschaften veröffentlichen Ihre GuV-Kennzahlen einmal pro Quartal und damit 4 mal im Jahr. Die meisten Unternehmen erstellen für interne Zwecke allerdings einen monatlichen Abschluss. Dort werden dementsprechend nur die monatlichen Erträge und Aufwendungen des Unternehmens abgebildet. Sofern in der ausgewählten Periode die Erträge die Aufwendungen übersteigen, dann entsteht im Unternehmen ein Gewinn. Im umgekehrten Fall, wo die Aufwendungen die Erträge übersteigen, verzeichnet das Unternehmen einen Verlust.

Das Handelsgesetzbuch (HGB)  und die IFRS-Grundsätze erlauben die Aufstellung einer GuV nach dem Gesamtkostenverfahren  oder Umsatzkostenverfahren. Im Vergleich dazu verpflichtet das amerikanische US-GAPP die Unternehmen ihre GuV ausschließlich nach dem Umsatzkostenverfahren aufzustellen. Das Gesamtkostenverfahren berücksichtigt alle Kosten einer Periode und stellt ihnen alle erzielten Erlöse gegenüber. Beim Umsatzkostenverfahren werden dagegen nur die Kosten abgebildet, welche im Zusammenhang mit den Erlösen in dieser Periode, stehen. Schlussendlich müssen aber beide Verfahren auf das gleiche Ergebnis kommen. Auf die Einzelheiten wird auf den dazugehörigen Seiten zum Gesamt- und Umsatzkostenverfahren näher eingegangen.

Im Gegensatz zur Bilanz sind alle GuV-Konten auch Erfolgskonten und keine Bilanzkoten. Damit wirken diese sich unmittelbar auf den Erfolg des Unternehmens aus.

Wollt Ihr einen unerfahrenen Buchhalter, oder Wirtschaftsprüfer auf den Arm nehmen? Zeigen Sie ihm eine Bilanz und GuV eines beliebigen Unternehmens per 31.12. und fragen Sie ihn nach dem GuV-Saldenvortrag für das kommende Jahr. Sofern er einen anderen Wert als „o“ sagt, dann können sie mit ihrem Fachwissen angeben und  dem Gegenüber mitteilen, dass für GuV keine Saldenvorträge gibt, da GuV ausschließlich Erträge und Aufwendungen einer begrenzten Periode abbildet und diese Periode ist am 31.12. des Vorjahres abgeschlossen. In die Folgeperiode werden ausschließlich die Bilanz und keine GuV-Konten vorgetragen.